Wir freuen uns unglaublich, die Ehre zu haben Gastgeberin der

sein zu dürfen!
Helft alle mit!

Spendenaufruf

Sehr geehrte Damen und Herren,
um uns kurz vorzustellen: Wir sind der Verein der „Zusammen in Neuendorf S.A.N.D.E. e.V.“ und eine Gruppe von reisenden Handwerkern und Handwerkerinnen auf traditioneller Wanderschaft.
Jedes Jahr organisieren die Wandergesellen eine Baustelle bei einem ausgewählten, sozialen Projekt, um sich für die Unterstützung die sie auf ihrer Reise von der Gesellschaft erhalten zu revanchieren. Zu diesem Zweck arbeiten ca. 100 Wandergesellen aus verschiedenen Schächten (Wandergesellen-Vereinigungen) vier Wochen lang unentgeltlich für das Projekt. Die alljährliche Sommerbaustelle ist seit Jahrzehnten fester Bestandteil der Wandergesellenkultur. So wurden bereits viele tolle Projekte ermöglicht, die ohne die geballte Arbeitskraft von so vielen Handwerkern und Handwerkerinnen, aus ca. 35 verschiedenen Handwerksberufen, nicht umsetzbar gewesen wären.
Dieses Jahr wird die Sommerbaustelle auf dem Gutshof in Neuendorf im Sande stattfinden. Zusammen mit zwei Stiftungen hat der Verein „Zusammen in Neuendorf S.A.N.D.E. e.V.“ vergangenen Oktober das denkmalgeschützte Anliegen gekauft. Der Hof war in den 1930er eine Hachschara und ab 1950 ein VEG (Volkseigenes Gut). An den Charakter von damals möchte der Verein mit Ausbildungsplätzen im Handwerk, Jugendarbeit und biologische Landwirtschaft anknüpfen und gleichzeitig politische und historische Arbeit leisten und ermöglichen. Auf dem Gelände leben zusätzlich 38 Altmieter*innen die auch weiterhin in das Projekt mit einbezogen werden sollen.
Als Gastgeberin der diesjährigen Sommerbaustelle der Freireisenden WandergesellInnen hat der Gutshof in Neuendorf im Sande ein großes Geschenk angenommen. Aber auch die große Herausforderung, die es mit sich bringt, über 100 WandergesellInnen aus diversen Schächten und über 35 verschiedenen Gewerken für vier Wochen (vom 13. Juli bis 11. August 2019) zu beschäftigen und zu versorgen.
Um dieses großartige Vorhaben zum Gelingen zu bringen sind wir auf Unterstützung angewiesen. Sowohl finanzielle als auch materielle Spenden, wie Verpflegung und Sachspenden sind herzlich willkommen.
Geldspenden können an den Verein Zusammen in Neuendorf S.A.N.D.E. e.V. überwiesen werden. Sollten sie eine Spendenquittung wünschen, bitten wir sie uns vorher unbedingt zu kontaktieren.
Wir hoffen, dass sie uns in unserem Vorhaben unterstützen.
Mit freundlichen Grüßen
Sara freireisende Tischlerin
Max freireisender Zimmerer
Ruben freireisender Zimmerer
Ben freireisender Tischler
Vorbereitungskombo der schachtübergreifenden Sommerbaustelle 2019
Susanne Gärtner und Lukas Pottiez für Zusammen in Neuendorf S.A.N.D.E. e.V.

Weitere Informationen finden sie unter folgenden Links:
Die traditionelle Wanderschaft ist offiziell anerkanntes immaterielles Weltkulturerbe
Sommerbaustellenprojekt 2018

Imagefilm von

Martje Schreier

Musik: Bernhard Hering

Zusammen in Neuendorf

36 Hektar Land, rund 40 Minuten von Berlin entfernt, historische Stätte und Lebensmittelpunkt für aktuell rund 30 Menschen: Das Landgut Neuendorf im Sande stand zum Verkauf – und drohte Opfer von Spekulanten zu werden. Als Verein „Zusammen in Neuendorf S.A.N.D.E e.V.“ haben wir im Sommer 2018 das Landgut gemeinschaftlich erworben und wollen den Ort neu beleben.
Zerschneiden des Roten Bandes - Bewohner und Zusane

Das Landgut

Das Gelände umfasst rund 36 Hektar Land, davon sind etwa 24 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche. Zur übrigen Fläche zählen Wald- und Parkanlagen, sowie diverse Gebäude. Im Zentrum der Anlage steht das Gutshaus. Hinzu kommen Nebengebäude, Scheunen und diverse Ställe, in denen einst Kühe, Pferde oder Schweine untergebracht waren.
Luftbild vom Kernensemble

Historisches Erbe Neuendorfs im Sande

Das Landgut Neuendorf im Sande bei Fürstenwalde in Brandenburg war eine der größten Hachschara-Stätten in Deutschland. Hachschara steht für die „Brücke ins Leben“, für ein Programm, das jüdische Jugendliche und Erwachsene bis in die 1930er Jahre auf die Ausreise in das damalige Palästina und andere Länder vorbereiten sollte.

Die Männer wurden auf dem Gelände zum Tischler, zum Schmied oder zum Schuster ausgebildet, Frauen arbeiteten beispielsweise in der Hauswirtschaft oder auf den Feldern und in der Gärtnerei. Im Nationalsozialismus wurde aus Neuendorf ein Zwangsarbeiterlager, aus dem unzählige Menschen nach Auschwitz deportiert wurden. Darunter eine der bekanntesten Vertreterinnen der Montessori-Pädagogik Clara Grunwald.

Enthüllung des Denkmals

Die Idee

Neuendorf im Sande hat eine bewegende Geschichte. Für uns ist das Landgut auch ein Ort der Begegnung und der Aussöhnung. Demokratiebildung und Demokratieförderung sehen wir als einen Schwerpunkt unserer Arbeit vor Ort. Initiativen gegen Rassismus, Antisemitismus und antidemokratische Strömungen wollen wir starten und umsetzen. Konkret planen wir die Einrichtung einer Projekt- und Begegnungsstätte in Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen.

Wir wollen das Gelände nutzen, um Fertigkeiten in verschiedenen Handwerksberufen, sowie in landwirtschaftlichen Berufen weiterzugeben. Die landwirtschaftlichen Flächen wollen wir auf der Grundlage nachhaltiger Kriterien bewirtschaften.

Auf dem Gelände leben derzeit rund 30 Menschen. Ihr Wohnraum soll erhalten bleiben und wir wollen neuen schaffen. Wir sehen die Bestandsmieter*innen als Teil des Landgutes und sind offen für gemeinsame Projekte.

Über uns

Wir sind eine Gruppe von Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen und Berufen. Solidarität, soziale und ökologische Achtsamkeit sind uns wichtig. Berufliche Expertise bringen wir aus dem handwerklichen, künstlerischen sowie politik- und sozialwissenschaftlichen und pädagogischen Bereich mit. Unsere Gemeinschaft soll wachsen – auf lange Sicht hin. Perspektivisch wünschen wir uns ein Zusammenleben mehrerer Generationen auf dem Landgut.
Zusane

Unsere Partner

Der Verein „Zusammen in Neuendorf S.A.N.D.E e.V." hat gemeinsam mit den Stiftungen trias und Edith Maryon das Landgut von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben erworben. Zudem ist eine Aufnahme ins Mietshäusersyndikat angedacht.